Botoxtherapie
bei chronischer Migräne

Botox® ist seit 2011 in Deutschland zur Linderung der Symptome bei erwachsenen Patient*innen mit chronischer Migräne zugelassen. Es wird eingesetzt, wenn die von der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft festgelegten Kriterien einer chronischen Migräne erfüllt sind und bisherige prophylaktische Migränemedikationen entweder nicht ausreichend wirksam waren oder nicht vertragen wurden.

Wie funktioniert die Therapie?

  • Botulinumtoxin ist ein natürliches, von Clostridien-Bakterien gebildetes Eiweißmolekül, das an verschiedenen Nervenendigungen wirkt, indem es die Ausschüttung schmerzverursachender und entzündungsfördernder Botenstoffe blockiert. Dadurch wird die Übertragung von Nervensignalen, die bei chronischer Migräne eine Rolle spielen können, gehemmt.

  • Studien zeigen, dass durch eine Botox®-Therapie bei etwa 7 von 10 Menschen mit chronischer Migräne die Anzahl der Kopfschmerztage langfristig um mindestens die Hälfte reduziert werden kann. Außerdem kann die Schmerzintensität abnehmen, die Attacken seltener und besser kontrollierbar werden, die Einnahme von Schmerzmitteln verringert werden und sich insgesamt die Lebensqualität deutlich verbessern.

Wie läuft die Therapie ab?

  • Zunächst erfolgt eine ausführliche ärztliche Erstuntersuchung, bei der geprüft wird, ob eine Indikation für eine Botox®-Therapie besteht. Im Rahmen der weiteren Therapieplanung werden Sie anschließend ausführlich über das Verfahren, seine Wirkungsweise, die Durchführung, den zu erwartenden Effekt sowie mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt.

  • Botulinumtoxin Typ A wird nach einem fest vorgegebenen Schema in sehr kleinen Portionen (0,1 ml) mit besonders dünnen Kanülen in die überaktiven und schmerzverursachenden Muskeln von Kopf und Nacken injiziert.

  • Die ersten Effekte können bereits nach etwa 2–3 Tagen eintreten, die volle Wirkung stellt sich jedoch in der Regel erst 5–6 Wochen nach der Injektion ein. Bei manchen Patient*innen zeigt sich der vollständige Effekt erst nach der zweiten oder dritten Behandlung.

  • Für eine anhaltende Wirkung sind Wiederholungsbehandlungen etwa alle 3–4 Monate erforderlich (in der Regel mindestens drei Behandlungen), da die Wirkung von Botox im Laufe der Zeit nachlassen kann.

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