Michael Jensen - Facharzt für Orthopädie

Manuelle Medizin rund um das Kind

Die Beschwerden, an denen die Säuglinge, aber auch die Kleinkinder bis ins Schulalter leiden, unterscheiden sich von den Leiden der Erwachsenen deutlich. Im Säuglingsalter spielen sensomotorische Störungen die Hauptrolle. Diese wurden zwar meist durch mechanische Ursachen vor und während der Geburt ausgelöst, spiegeln sich aber oft nicht direkt als „Schmerzsyndrom“ wider, sondern äußern sich in koordinativen Schwierigkeiten. Die Säuglinge sind in ihrer motorischen Entwicklung verzögert, bewegen sich nicht „rund“, schreien viel, trinken schlecht. Als Klein-, Vorschul- und Schulkinder sind sie ungeschickt, stolpern viel, haben ein schlechtes Schriftbild, teils Aufmerksamkeitsstörungen o. Ä. Im Schulkind- und Teenageralter zeigen sie eine schlaffe Muskulatur, „schlechte Haltung“ sowie erste Anzeichen einer Blockierung mit Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder sogar Bewegungseinschränkung.

Eine tragende Rolle im Bereich der manuellen Medizin für Säuglinge und Kleinkinder sowie Vorschul- und Schulkinder spielt deshalb die Atlas-Therapie nach Arlen.

Was ist die Atlastherapie nach Arlen?

Atlas heißt in der griechischen Sage der Titan, der das Himmelsgewölbe trägt – im medizinischen Sprachgebrauch wird der oberste Halswirbel Atlas genannt.

Im Bereich des Atlas befinden sich Rezeptoren/Sensoren, welche u. a. die Stellung des Körpers im Raum und den Spannungszustand des Muskel- und Sehnensystems registrieren. Sie korrespondieren mit dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr und haben direkte Verbindungen zu bestimmten Hirnzentren, in denen die Raumorientierung geplant wird. Sie haben zudem Einfluss auf die Grob- und Feinmotorik, also auch auf die Steuerung der Muskeln für Haltung und Bewegung. Ebenso haben sie direkten Kontakt zu Hirnzonen, in denen Schmerzsignale aus dem Bewegungssystem verarbeitet werden. Diese Rezeptoren stellen also ein Wahrnehmungsorgan dar, das Informationen zum Gehirn sendet, wo sie zu entsprechenden Reaktionen verarbeitet werden.

Bei krankhaften Zuständen werden „falsche“ Informationen (wie zum Beispiel bei Bewegungsstörungen) weitergegeben oder es werden Signale weitergeleitet, die einen Störprozess signalisieren, wie es bei Schmerzzuständen der Fall ist.

Die Atlastherapie ist eine Möglichkeit, eine fehlerhafte Informationsverarbeitung zu korrigieren und den krankhaften Zustand zu bessern oder zu beheben.

Die Atlastherapie nach Arlen ist ein ärztlicher Heileingriff im Sinne des Gesetzes und ist ausschließlich approbierten Ärzten vorbehalten. Krankengymnasten, Heilpraktiker oder andere medizinische Hilfsberufe dürfen diese Methode nicht durchführen!

Was unterscheidet die Atlastherapie von der herkömmlichen Chirotherapie?

Was unterscheidet die Atlastherapie von der herkömmlichen Chirotherapie?

Die Atlastherapie ist keine Manipulation im Sinne des chirotherapeutischen Handgriffes. Es wird nicht geknackt, „eingerenkt“ oder reponiert. Vor allem aber: Im Gegensatz zur Chirotherapie und besonders zur Chiropraktik gibt es bei der Atlastherapie keine behandlungstypischen Risiken, da die technische Durchführung des Impulses streng aus der Neutralstellung erfolgt, das heißt: ohne Zug, ohne Drehung des Kopfes und ohne Rück- oder Vorneige der Halswirbelsäule.

Eine Verletzung der Halswirbelsäulen-Arterie, wie sie bei chiropraktischen Behandlungen vorkam, ist bei richtiger Durchführung der Atlastherapie nicht vorstellbar und wurde noch nie beschrieben.

 

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